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1. Sieg in der Kreisliga: 9:7 gegen Wiesloch-Baiertal II

am . Veröffentlicht in Herren II

0:3 nach den Eingangsdoppeln hinten zu liegen, um dann am Ende durch ein 9:7 mit zwei Punkten wieder nach Hause zu fahren, hat schon was! Nervenkitzel, überraschende Wendungen, im Positiven wie im Negativen, gab es allemal in dieser Begegnung. Wer mehr wissen will, klickt am besten auf Weiterlesen.

 

Also nochmal von vorn: 13:45 sollte die Fahrt losgehen, aber nein, Kurt muss ja unbedingt noch seinen Teller leer essen und Edwin offenbar noch schnell sein Cello polieren, bevor's losgehen kann. Eine ordentliche Viertelstunde dem am grünen Tisch geschmiedeten Terminplan für die Anfahrt hinterher kommen wir zur Baiertaler TT-Halle angewetzt, der "Etten-Leur Halle". Was klingt, wie wenn sich Roland 2x verschrieben hätte, stellt sich bald als sehr geräumige, sehr schön zu bespielende Turnhalle heraus, fürs TT wunderbar geeignet. Aber wieder mal drängt uns der Gastverein auf eine Platte zum Einspielen zusammen, gönnt sich selbst aber 2 Platten zum Einspielen. Naja, die müssen bei uns auch noch antreten!

Anpfiff! Bzw. im Tischtennis ist heißt das ja "Begrüßung" und nicht Anpfiff wie bei den Fußball-Dödeln. Und los geht's mit der ersten Begegnung. Bei den ersten beiden Doppeln merken wir dann doch, dass wir eine Klasse höher spielen: Bälle, die Edwin oder Roland normalerweise für ihre Gegner nur schwer erreichbar hinüber-topspinnen, "spinnen" jetzt auf einmal bravourös zurück. Aber wie! Ciupke/Monninger: 0:3! Schulz/Kusch: 0:3! Wir können uns gefühlsmäßig also schon mal warm anziehen, Das läuft auf eine Klatsche raus! Naja, Imminger/Tönges machten es doch besser gegen ihre beiden Vorhandspezialisten und gaben ihren Satz erst im 5. Satz mit 10:12 ab. Sehr schade! Hätte man gut brauchen können.

Zwischenstand: 0:3. Saumäßig. Einziger Trost für Roland, dass wenigstens die zeitgleich spielenden Stuttgarter schon 5 oder 6 Tore geschossen haben.

Aber die Einzel beginnen gleich mal mit einem Paukenschlag: Edwin Monninger steigert sich gegen den Abwehr-Einser der Gegner hinein und biegt den 5. Satz zu seinen Gunsten! Aber hallo! Roland tut sich parallel dazu mit seinem an Nr. 2 spielenden Gegner saumäßig schwer, kann aber einen 0:1- sowie einen 1:2-Rückstand jeweils ausgleichen und behält mit 3:2 am Ende die Nasenspitze oben! 2 Punkte von vorne!! War so nicht selbstverständlich erwartet, nach diesem Flummi-Einstieg in den Doppeln. Zwischenstand: 2:3 gegen uns.

Die Mitte: Benni Kusch liegt schon 2:0 in Führung, lässt sich dann aber doch glatt die Butter wieder vom Brot nehmen! Diese Niederlage kostet den Kollegen viele Nerven, das ist klar, aber er hat ja auch einige. Später sollte es dann besser klappen. Mittlerweile pustet aber Ingo Schulz seinen Gegner glatt mit 11:4, 11:2 und 11:3 von der Platte, dass diesem Hören und Sehen vergeht. Zwischenstand 3:4, immer noch gegen uns, hätte aber schon anders aussehen können!

Na, da ist noch mehr drin, denken Volker Tönges und Kurt Imminger vom hinteren Paarkreuz. "Wenn wir im Doppel nur knapp verloren haben, dann wird's ja wohl jetzt gehen!" denkt sich mindestens einer von den beiden. Der Volker setzt das um, der Kurt lässt sich von Bruder "Flotte Vorhand" mit 3:1 wieder in die Prärie zurückschicken, dorthin, wo Fuchs und Has miteinander Ping-Pong spielen. Aber der Zwischenstand bleibt mit 4:5 doch nach wie vor hoffnungsschwanger ...

Soweit der erste Durchgang, damit geht es gleich wieder von vorne los:

Erneut das vordere Paarkreuz: Roland Ciupke erarbeitet sich gegen den Baiertal-Häuptling "Ganz lange Noppen" seinen Sieg hart und traut seinen Augen und Ohren nicht, was Edwin am Nachbartisch mit seinem Gegner veranstaltet. Dass dieser einen Satz fast mit 11:0 gegen seinen Baiertaler Gegner gewinnt, sagt alles und bringt den Edingern die Führung mit 6:5 ein! Auch die Mitte macht's richtig und steuert über Benni Kusch und Ingo Schulz zwei weitere Punkte zum 8:5 bei. Klar ist, dass nach den schlechten Eingangsdoppeln das Schlussdoppel nicht die allerbesten Karten haben wird, also sollte es das hintere Paarkreuz richten. Volker knickt sich aber gegen Bruder "Flotte Vorhand" seine Falkenfedern ab und verliert wie erwartet. Kurt kommt zurück aus der Prärie an die Platte und hat nun eigentlich den schwächeren Part vor sich. Klar, er wird den 9. Punkt machen! Sind sich alle sicher. Er selber auch. Bis es nach 2 verlorenen Sätzen im 3. Satz 6:9 steht. Dann ist sich plötzlich keiner mehr sicher, und prompt lässt er sich ein 2. Mal zurück zu Fuchs und Has schicken, diesmal in die Wüste!

Muss also leider doch das Schlussdoppel ran! Aber Roland wär nicht Roland, und Edwin nicht Edwin, wenn beide nicht aus den Einzeln dazugelernt hätten: Es dauert nicht lange, und die beiden zogen mit Vor- und Rückhand bei ihren Gegnern vom Leder, dass sie gegenüber dem Auftakt buchstäblich fast nicht mehr wiederzuerkennen waren! Ihr 3:0 sichert der Zweiten den 9:7-Endstand und damit die ersten beiden Punkte!

Der Sieg war damit noch knapper und spannender als der 9:6-Sieg der Ersten gegen Plankstand (wir gratulieren)! Es erweist sich wieder mal als richtig, womit das ZDF schon seit Jahren bei ihren Zuschauern hausieren geht (ungefähr und aus der Erinnerung heraus wiedergegeben): "Mit der Zweiten fährt man besser". Oder so.