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Kriminal Tango! Der Tanz in der A-Klasse um den Aufstieg

am . Veröffentlicht in Herren II

Die Edinger Reserve empfing in der heimischen Pestalozzi-Halle den Mitbewerber um den Aufstieg aus Walldorf. Reilingen hat die Edinger von Platz 1 verdrängt, bleibt der 2. Platz als Ticket in die Kreisliga. Und um das entspann sich ein heißer TT-Krimi, ein Tete-a-Tete, ganz einfach ein Tierischer Tango.

Wie der Krimi letztlich ausging? Mit Klick auf „Weiterlesen“ erfährt der interessierte Leser mehr …

Um gleich die Katze aus dem Sack zu lassen: Mit 9:7 für Edingen II hatten wir kurz vor 24 Uhr dann doch mit etwas besseren Kürnoten beim Tango beide Punkte über die Tanzfläche gerettet. Es gab sehr viele knappe Entscheidungen, also sehr viele Sätze, die in die Verlängerung gingen, aber eigentlich gar nicht so viele 5-Satz-Siege.

Doch der Reihe nach: Zunächst war klar, dass Edingen in Bestbesetzung auftauchen würde, personell wie gesundheitlich als auch moralisch. Pustekuchen! Volker Tönges musste die Segel streichen, daher rutschte schon mal der größte Teil der Mannschaft eins nach vorne. Die eine oder andere Schnupfennase machte sich bemerkbar, und so ist kein Wunder, dass sich „il nummero uno“, der Roland, auf die Frage wie’s geht, erst mal 2 sec. nachdenken musste. Aber mit reiflichem Nachdenken entschied er sich Gott sei Dank für ein „bene“, was dem Spielverlauf zweifelsohne nur gut tun konnte.

Die Doppel: Endrik Ebel und Benni Kusch putzten schnell ihre Gegner, deren Doppel 1 weg. Das lief schon mal glatt. Roland Ciupke und Edwin Monninger taten sich gegen ihre Gegner aber deutlich schwerer – und gaben den Punkt ab. Leider konnten auch Alex Weis und Kurt Imminger ihre Siegesserie (bisher zu Null) nicht fortsetzen und mussten ebenfalls die Segel streichen. 1:2 Zwischenstand.

Mood-Flash: „Kein guter Einstand, mal sehen wie das weitergeht.“

Das vordere Paarkreuz sah zwei recht munter aufspielende Edinger, wobei Benni seinem Gegner zu allseitiger Überraschung relativ flott die Nackenhaare wegrasierte! Roland durfte gegen den Ex-Edinger Steffen Siegemund antreten. Dabei half ihm sein selbstbewusstes „Ständing“ gegen Abwehrspieler („Dau koosch mi normalerweise nachts ausm Schlauf reißa, gegen an Abwehrer lasse nix aabrenna.“) sehr, an seine „bene“-Moral vor Beginn des Spiels anzuknüpfen. 3:2 Zwischenstand!

Mood-Flash: „Geht doch! Morgenluft in der Pestalozzihalle!“

Die Mitte wurde gespannt erwartet, die Ausgänge waren schwer vorherzusagen gegen zwei Walldorfer, die in der Mitte nicht viel verloren haben bisher. Edwin hatte gegen einen Antitop-Spieler leider nicht sein großes Los gezogen und hätte sich ob des Ausgangs am liebsten selber in den Hintern gebissen. Geht leider nicht so einfach, aber ein Punkt war weg. Kurt musste sich erst mal durch einen etwas eigenwilligen Wald an krummen Aufschlägen des Gegners arbeiten, die immer wieder zum Problem wurden.  Dennoch hatte der Gegner Gott-sei-Dank auch seine liebe Mühe mit Kurts Vorhandtopspins, sodass am Ende ein sehr knapper, hart erarbeiteter 11:9-Sieg im 5. Satz zum Zwischenstand von 4:3 führte.

Mood-Flash: „Ja, JAHH, jetzt dran bleiben und die Nase vornbehalten!“

Ähm, dann kam also das hintere Paarkreuz. Ja. Also, wie soll man sagen. Lief halt leider nicht ganz so gut. Ja. Endrik und Alex liefen und topspinnten, was das Zeug hielt, reichte aber leider in beiden Fällen nicht. Ups! Zwischenstand 4:5 …

Mood-Flash: „Uiuiui, wenn das mal gut geht. Wo ist das Paarkreuz, das ebenfalls wieder ein Break beim Gegner macht wie eben die Walldorfer hinten? Wo isses?“

Also vorne könnte doch was gehen, vorhin haben Benni und Roland doch ganz gut ausgesehen. „Komm, auf geht’s! Strengt Euch an, Jungs, sonst gibt’s kein Hopfenmalz nachher!“ mag sich manch ein Schelm gedacht haben. Roland zog den ersten Satz zu sich rüber, hatte dabei wohl auch ein glückliches Händchen, was den Gegner ärgerlicherweise dazu veranlasste, fast das Tischnetz zu ruinieren. Hitzige Worte, böse Blicke, angespannte Stimmung. Beide Spieler wandten sich nach dem 2. Satz dann doch etwas mehr und etwas zurückhaltender dem Spielgeschehen zu, was der Spielspannung aber keinen Abbruch tat. Wenn sich der Autor recht erinnert, zog sich das Spiel über volle 5 Sätze hin, letztlich ging mit einem denkbar knappen 2-Punkte-Abstand die Kürnote ganz knapp an Roland. Puh!! Und was macht Benni? Mit Steffen hatte er eine harte Nuss zu knacken, und viel hätte nicht gefehlt. Herschenken wollte keiner was, geschenkt bekam auch keiner was. Und so mussten sie schaffen. Der eine – Walldorfs Steffen Siegemund – rannte als Abwehrer um sein Leben, der andere – Edingens Benni Kusch – zog mit der Vorhand um sein Leben (ok, ist jetzt dramaturgisch verschärft, aber gibt einem Vordere-Paarkreuz-Spiel doch auch mehr Gewicht, gell?). Am Ende hat es sich leider mehr gelohnt, um sein Leben zu laufen als um sein Leben zu ziehen. Kann da manch ein Edinger von dieser Moral lernen, fragen wir uns? Zwischenstand 5:6.

Mood-Flash: „Halb elf, auweih, das wird sauknapp. Reißen wir das noch?"

Was Vorne nicht schafft, muss Mitte richten, dachten sich Edwin und Kurt. Beide Spiele begannen gleichzeitig, hatten aber deutlich unterschiedliche Laufzeiten! Kurt machte diesmal nicht viel Federlesens, Und Antitop-Beläge der Gegner sind eh seine Leibspeise. Mit einem der klareren Spielentscheidungen war ein Punkt schnell auf Seiten der Edinger. Edwin ließ sich vor dem Spiel noch mit Infos über den Gegner und Tips vollpumpen und startete ebenfalls durch. Zwischenzeitlich stotterte der Motor – das kennt man, da muss man durch. Edwin konnte letztlich ebenfalls für die Mitte punkten und das Break herbei führen (was auch immer ein Break mit einem Kriminal Tango zu tun hat), ließ sich von den Aufschlag-Spezialitäten nicht viel beeindrucken und zog dem Gegner so einige Bälle um die Ohren, die er offenbar noch aus dem Sommer-Trainingslager aus Japan im Koffer mitgebracht hat. Zwischenstand 7:6!!

Mood-Flashs: „Wenn bloß EIN Punkt von Hinten kommt, dann haben wir mit einem Unentschieden die Nase vor den Walldörflern!“ – „Zwei Punkte, und die Sache ist gegessen!“ – „Auf, OINER gadd emmr!“ – „Jetzt geht’s um die Wurscht.“ …

Das hintere Paarkreuz mit den letzten beiden Einzelspielen. Alex konnte zunächst gut mithalten, hatte im ersten Satz aber doch knapp das Nachsehen. Endrik kam zunächst ganz gut gegen seinen Gegner zum Zug, topspinnte sich wieder mal einen ab und kam ganz gut in die Puschen. Alex musste den zweiten Satz mit etwas mehr Deutlichkeit abgeben, Endrik ging seinem Gegner nun doch immer öfter auf den Abwehrleim. Ausgleich nach Sätzen. Bei Alex blieb der Gegner konstant bei seinem Spiel, Alex fand diesmal leider kein Mittel dagegen, was den 7:7-Ausgleich bedeutete. Mittlerweile wurde es bei Endrik immer spannender: Setzte er sich mit seiner Vorhand in Szene, war der Punkt meist seiner. Konnte der Walldorfer Gegner seine Schupferei dem Spiel aufzwingen ging der Punkt meist auf dessen Seite. Mittlerweile ging die Stimmung bei den Edinger Mannschaftskollegen hoch, wer nun was dem Kollegen in entscheidenden Phasen geraten habe („Was hasch du deam gsagt, er soll schupfa!? Bisch du no ganz knuschper?“), was zu dem lustigen Ergebnis führte, dass am Spielfeldrand deutlich mehr strategisiert wurde als dies Endrik im Spiel selbst machte. Wie das Spiel von Endrik letztlich ausging? Ach so, stimmt, wollen wir ja nicht verschweigen: Ebenfalls knapp, aber doch erfolgreich brachte er es zu etwas besseren Kürnoten, auch wenn die Ballonabwehr des Walldorfers immer sehr sehenswert war. Alle Achtung! Zwischenstand 8:7!!!

Mood-Flash: „Jetzt packen wir sie noch!“

Dieses eine Spiel sollte schließlich entscheiden, ob in der Tabelle nach einem 8:8-Unentschieden der knappe Zwei-Punkte-Abstand zu Walldorf gewahrt werden sollte, oder ob bei einem 9:7 für Edingen vier Punkte Abstand den Aufstieg deutlich realistischer werden lässt! Wie schon bekannt, es ging positiv für Edingen aus: In einem gar nicht sooo knapp verlaufenen Schlussdoppel konnten Roland und Edwin die beiden gut eingespielten Gegner tendenziell kurz halten. Manche Returns entfachten bei den Beobachtern Diskussionen, wie der Schlag denn jetzt physikalisch überhaupt möglich war. Aber die Punkte für Edingen bewiesen ja, dass sie möglich waren. Ca. 20 min vor Zwölf war der für Edingen glückliche Endstand festgeschrieben, 9:7!

Mood-Flash: „PUUuuuuhhh!“

(KI)